HISTORISCHE MOTORRÄDER in unserer Massiv-Möbel-Ausstellung.

Warum Motorräder in einem Möbelhaus?
Wie es dazu kam:

Der Großvater von Frau Ursula Krieger-Kunz, Herr Franz BÜCKER, gründete 1922 in Oberursel in der Oberen Hainstrasse einen Betrieb zur Herstellung und Instandsetzung von Zweiradfahrzeugen. Anfangs baute die kleine Firma zunächst in kleinen Stückzahlen Leichtmotorräder.

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Frühes Bücker-Motorrad mit 250-ccm-Columbus-Motor

Bereits ab 1925 wurden Motorräder von 100 bis 1000 ccm entworfen, konstruiert und gebaut. Das schnellste und stärkste BÜCKER-Motorrad war die 1000er mit 75 PS und 170 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Firmengründer nahm in den Folgejahren erfolgreich an Motorradrennen und Geländefahrten teil und konnte zahlreiche Siege für sich verbuchen.

Ab 1937 wurden neue Fabrikräume im Norden Oberursels gebaut. Auf dem heutigen Gelände und Nachbargrundstück der Schreinerei KUNZ GmbH wurden in den Jahren 1937 bis 1955 Motorräder konstruiert und gebaut.

Die BÜCKER-Motorräder wurden von Groß- und Direkthändlern in ganz Deutschland aber auch nach Belgien, Niederlande, Griechenland und die Schweiz verkauft.

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Bücker-Motorrad Ilona II

Immer mehr Sportfahrer nahmen auf BÜCKER-Motorräder an Rennen, Zementbahnrennen und Zuverlässigkeitsfahrten teil. Bereits 1949 war das “Werksteam” der Firma Bücker, bestehend aus F. Bücker, H. Walz, K. Raufenbarth und Kompenhans auf vielen Rennen vertreten und erzielten mit ihren Maschinen Siege und Bahnrekorde.

1958 wurde der Betrieb auf den Verkauf und Reparatur von Goggomobilen umgestellt. Danach wurde die Firma zum Ford-Haupthändler im Taunus.

Die in unserer Massiv-Möbel-Ausstellung gezeigten BÜCKER-Motorräder wurden alle originalgetreu von Herrn Heinrich Walz, dem Vater von Frau Ursula Krieger-Kunz restauriert.

In Erinnerung an unsere vorangegangene Generation finden wir, dass diese einmaligen Exponate, die auch ein Stück Oberurseler Industriekultur repräsentieren, dauerhaft hier vor Ort einem öffentlichen Publikum zugänglich gemacht werden